Archiv für die Kategorie '* Heimkino Sideboard'

Heimkino Sideboard – Schritt 1:

Freitag, 05. März 2010

Die Idee mir ein eigenes Heimkino Sideboard zu bauen habe ich schon länger.

Vor einiger Zeit habe ich mein Wohnzimmer renoviert und im gleichen Zug sollte das neues Möbelstück her.

Meine Vorstellung :

  • sollte eine gewisse Lange haben ( 2,50m – 3,00m )
  • die Höhe sollte mit meinem Tv, welchen ich an der Wand hängen habe, passen
  • die Tiefe sollte auschreichend bemessen sein
  • aus 2 Fächern bestehen, ohne Unterbrechung in der gesamten Länge
  • das obere Fach mit Rückwand ( DVD’s/Blu-Ray, Games )
  • das untere Fach ohne Rückwand ( Platz für Technik )
  • Material: grobe OSB Platten (?) ; lasiert

Ich habe einige Konzeptzeichnungen auf Papier gezeichnet. Schliesslich habe ich mein Sideboard mit den dazu gehörigen Maßen auf dem Papier gehabt.

Maße:

  • Länge: 2,50m
  • Höhe: 0,53m
  • Tiefe: 0,40m

Mit dieser Zeichnung bin ich zu einigen Tischler in meiner Nähe gefahren. Ich wollte über die Tischlerei mein Material beziehen und zuschneiden lassen.Ich habe leider das Werkzeug für diese Art des Zuschnitt nicht.

Leider waren alle Angebote weit über meinem Limit. Im Toom Baumarkt bin ich schliesslich auf ein gutes Angebot gestossen.

grobe OSB Platte: m² = 11,90€ // Zuschnitt = kostenfrei

Material/Werkzeug:

  • Papier + Stift
  • viel Geduld

Heimkino Sideboard – Schritt 2:

Freitag, 05. März 2010

Heute hat mein Telefon geklingelt. Meine bestellte Ware ist endlich ( 2 Wochen Liederzeit ) angekommen.

Im Toom Baumarkt habe ich am Zuschnitt meine Maße angegeben. Nach 10 Minuten waren meine gewünschten OSB Platten zugesägt.

Maße:

  • 4 x 2,50m x 0,40m
  • 4 x 0,53m x 0,40m
  • 2 x 2,44m x 0,40m
  • 2 x 0,25m x 0,40m
  • 15mm stark

In den 2 Wochen habe ich gedanklich meine Bauweise optimiert. Schrauben sollte nicht zu sehen sein, Stablilät muss aber gewährleistet sein.

Da ich jeweile mit 2 aufeinander liegenden OSB Platten arbeite, lässt sich dieses Problem geschickt umgehen.

Material/Werkzeug:

  • Zeichnung mit korrekten Maßen

Bilder:

Heimkino Sideboard – Schritt 3:

Freitag, 05. März 2010

Bevor ich mit der Montage beginne, kontrolliere ich die Maße. Diese stimmen und ich kann nun mit dem zusammenbauen beginnen. Als “Werkstatt” dient mein frisch renoviertes Wohnzimmer .

Mit den 2 Bodenplatten ( 2,50m x 0,40m ‘ 15mm stark ) fange ich an. Diese werden mit Holzleim “bestrichen” und mit 25mm Spannplattenschrauben verschraubt. Jeweils am Rand und mittig.

Mit Spannzwingen verhindere ein versehentliches Wegrutschen.

Als nächster Schritt steht das befestigen der Seitenwände an. Da ich keine Schrauben sichtbar haben möchte, muss ich zunächst eine Seitenwand am Boden befestigen.

Eingerückt, auf den rechten Platz. Eine weitere Seitenplatte verdeckt später die Schrauben.

Um einen rechten Winkel und den richtigen Abstand zu haben, bediene ich mich einem Trick.

Ich richte die Bodenplatte an dem Türblatt, welches ich als Tisch nutze (auf 2 Böcken aufgelegt) aus. Diese garantiert mir einen rechten Winkel.  Ich schraube die eine Seitenplatte am Türblatt fest. Die andere Seitenplatte befestige ich mit Spannzwingen und richte die Bodenplatte bündig aus.  Nun kann ich durch die Bodenplatte die Seitenplatte mit 45mm Spannplattenschrauben verschrauben. Danach entferne ich die zweite Seitenplatte wieder. Diesen Trick wende ich auf der andere Seite ebenso an.

Material/ Werkzeug:

  • grobe OSB Platten
  • Holzleim
  • Spannplattenschrauben ( 25mm, 45mm )
  • Winkel
  • Akkuschrauber/ Bits
  • Spannzwingen

Bilder:

Heimkino Sideboard – Schritt 4:

Freitag, 05. März 2010

Jetzt stelle ich die Zwischenständer ( Ohne funktioniert leider nicht, ich wende aber einen optischen Trick an ) versetzt auf die Bodenplatte. Mit diversen Tetra Packs stabilisere ich diese. Effektiv und ausgefallen.

Zum Test lege ich eine Zwischenplatte auf die Ständer. Zu meinem Glück passt diese wie angegossen.

Die  2 Zwischenplatten verarbeite ich wie die Bodenplaate zuvor. Verleimen und verschrauben. Nachdem dies geschafft ist, lege ich die Zwischenplatte auf die Ständer.

Die Ständer verschiebe ich soweit bis ich einen rechten Winkel mit den Seitenwänden erreiche. Tu ich dies nicht, wird die Konstruktion schief und instabil!

Durch die eine Seitenwand verschraube ich die Zwischenplatte mit 45mm Spannplattenschrauben. Durch eine zweite Seitenplatte werden die Schrauben später nicht zu sehen sein.

Material/ Werkzeug:

  • grobe OSB Platten
  • Spannzwingen
  • Holzleim
  • Spannplattenschrauben ( 25mm, 45mm )

Bilder:

Heimkino Sideboard – Schritt 5:

Samstag, 06. März 2010

Jetzt kann ich die zweite Seitenplatte anbringen. Da ich keine Schrauben sichtbar haben möchte, verklebe ich diese Platte mit Holzleim. Dazu trage ich auf beiden Seiten Holzleim auf.

Da ein grosser Druck zum verkleben notwendig ist, befestige ich Spann- und Schraubzwingen daran.

Wenn beide Seiten verklebt sind, lege ich eine Oberplatte auf die Seitenwände. Nun kann ich diese mit 45mm Spannplattenschrauben von oben durch die OSB Platte verschrauben. Eine Schraube etwas schräg um die geklebte Platte zu befestigen.

Zum Schluss “bestreiche” ich beide Oberplatten mit Holzleim und verschraube diese , von unten, mit 25mm Spannplattenschrauben.

Material/ Werkzeug:

  • grobe OSB Platten
  • Spann- und Schraubzwingen
  • Holzleim
  • Spannplattenschrauben ( 25mm, 45mm )

Bilder:

Heimkino Sideboard – Schritt 6:

Samstag, 06. März 2010

Die Nacht ist vorbei und ich kann endlich an meinem Heimkino Sideboard weiterbauen.
Der Holzleim ist inzwischen getrocknet, so das ich die Spann- und Schraubzwingen entfernen kann.

Der nächste Schritt ist das schleifen. Besonders an den Schnittkanten muss noch nachgearbeitet werden. Einige Kanten stehen über, andere sind sehr rau.
Ich schleife die Spannplattenkanten mit einem Schleifklotz plan zum restlichen Holz. Ich benutzte Schleifpapier mit 80”ziger und 120”ziger Körnung.
Ein unbekannter positiver Effekt ist , das die Schnittkanten durch den Schleifstaub in den Poren verschlossen werden. So erhalte ich eine glattere Optik.

Nachdem ich alles entstaubt habe, wollte ich lasieren. Ich habe mir dazu eine Dünnschicht Holzlasur (lösemittelhaltig) im Farbton Palisander ausgewählt.
Als gelernter Maler weiss ich , das man kein Anstrich unter 5°C Objekt- und Umgebungstemperatur verarbeitet sollte.
Letzte Nacht hat es allerdings wieder geschneit und die Temperatur wollte nicht über 0°C steigen.
Das ich das Sideboard zum schleifen nach draussen gebracht habe, stand ich vor einer Entscheidung.
Riskieren oder verschieben?

Ich entschied mich für das Risiko und lackierte mein Sideboard.
Dies stellte sich als kleine Herausforderung heraus. Die kleinen Löcher und Rillen liessen sich nur mit grosser Mühe mit Farbe verschliessen. Etwas einfacher ging es von der Hand, als ich die Holzlasur mit einer Universalverdünnung noch dünner gemacht habe.

Material/ Werkzeug:

  • Sideboard
  • 80”ziger & 120”ziger Schleifpapier
  • Schleifklotz
  • Staubbesen
  • lösemittelhaltige Holzlasur im Farbton Palisander
  • Lasur Pinsel
  • Pinselreiniger

Bilder:

Heimkino Sideboard – Schritt 7:

Samstag, 06. März 2010

Zum Glück schien trotz der niedrigen Temperaturen die Sonne direkt auf das frisch lackierte ( lasierte ) Sideboard.

So konnte ich es nach ein paar Stunden staubtrocken nach drinnen holen. Als “Werkstatt” dient mir nun wieder mein Wohnzimmer.

Eine meiner Vorstellung sind, das das obere Fach eine Rückwand bekommt. Dort stehen später meine DVD’s/ Blu-ray’s und Games.

Für die Rückwand nutze ich Rückwände von alten, zerlegten Schränken. Ich hab mir das angeeignet, solche Sachen auf “Vorrat” zu besorgen.

Leider reichte die Rückwand nicht über die gesamte Länge. So blieb mir nix anderes übrig als diese zu verlängern.

Als Beschichtung für die Rückwand möchte ich eine Satin Tapete benutzen. Dies hat den Vorteil das ich schnell und optisch arbeiten kann. Diese Satin Tapete passt sehr gut zu dem warmen Holzton.

Durch das verlängern der Rückwand ist ein Spalt entstanden. Würde ich einfach darüber tapezieren, würde sich diese Spalt nach Trocknung sehr deutlich abzeichnen. Das möchte ich nicht.

Ich habe die Rückseite mit Klebeband ( Textilklebeband ) verbunden. Mit den restlichen Rückwand Teilen habe ich die Stelle versteift.

Als Spachtelmasse habe ich eine 2 Komponenten Spachtelmasse zweimal gespachtelt. Diese hält sehr gut, sie trocknet auch sehr schnell.

Ich habe meine Tapetenbahn auf die passende Länge geschnitten und mit Tapetenleim bestrichen.

Nach der Weichzeit habe ich die komplette Rückwand auf die Tapete gelegt und die überschüssige Tapete entfernt.

Luftblasen habe ich mit einer Moosgummirolle weggedrückt.

Um mir das anbringen zu erleichtern habe ich zuvor einige Schrauben als “Halterung” am Sideboard befestigt. Dort konnte ich die Rückwand aufstellen und festschrauben. Nageln ging nicht, da es Wochenende war und ich meine Nachbarn nicht terrorisieren wollte.

Als letzten Schritt habe ich die helle Kante der Rückwand noch mit der Holzlasur gestrichen. Diese soll später nicht zu sehen sein.

Material/ Werkzeug:

  • lackierte Sideboard
  • Rückwände
  • Textilklebeband
  • 2K Spachtelmasse
  • Japanspachtel
  • Satin Tapete
  • Tapetenkleister
  • Mossgummirolle
  • Zollstock
  • Cuttermesser
  • Spannplattenschrauben ( 25mm )

Bilder:

Heimkino Sideboard – Schlussbericht:

Samstag, 06. März 2010

Status: erfolgreich beendet!

Mein Sideboard steht und wird dann eingeräumt.

Die provisorischen Stützen werde ich  noch gegen Glasstäbe austauschen.

Nachtrag: Ich habe Alurohre ( ca. 4cm Durchmesser ) als Stüzen verwendet. Glasstäbe waren zu teuer.

Ich finde das Sideboard ist mir sehr gut gelungen. Ich mag die Optik und den riesigen Platz.

Der Zusammenbau ist durch die gute Planung reibungslos verlaufen. Einzig ein Milch TetraPack ist beim Bau zu Schaden gekommen.

Hier ein paar Fakten zu dem Heimkino Sideboard Projekt.

  • Materialkosten: ca. 130 Euro ( OBS Platten, Holzleim, Holzlasur, Schrauben, Kleinkram, … )
  • Arbeitsdauer: 2 Tage ( ohne Lieferzeit )

Ich würde mich über Kommentare, Fragen oder Kritik sehr freuen.

Bilder: