Schablonen selbst gemacht

Schablonen sind wahre “Hingucker”.  Es gibt Schablonen in jeder Grösse, für jeden Typ und in jeder Preisklasse.

Genau da liegt ein negativer Punkt. Gekaufte Schablonen sind teuer und immer “von der Stange”.

Warum also die gewünschte Schablone nicht selbst (h)erstellen?

Ich zeige an einem Beispiel wie es geht.

Was braucht man?

  • eine Idee wie die Schablone aussehen soll
  • geeignetes Trägermaterial
  • ein scharfes Cuttermesser, besser ein Bastelskalpell
  • ein wenig Geschick und Geduld

Zuerst ist das Design der Schablone wichtig. Was gefällt, was möchte man erreichen?

Ideen und Anregungen kann man sich in Zeitschriften ( Tattoo Zeitschriften, Bastelzeitungen, … ) , im Internet oder in der Umwelt holen. Wer ein wenig kreativ ist, zeichnet seine Schablone selbst.

Mir hilft ein Buch das richtige Motiv zu finden.

Schablonen sollten nicht zu kompliziert sein. Vieles was gut aussieht ist als Schablone nicht umsetzbar !

Hat man sich für ein Motiv entschieden, stellt sich die Frage nach dem passenden Trägermaterial.

Hierfür eignet sich:

  • starkes Papier ( am leichtesten zu bearbeiten. Sehr anfällig und weicht schnell durch )
  • dünner Karton ( zu dicker Karton ist ungegeignet , da man damit keine scharfen Kanten erzielen kann )
  • Bastelfolien/ Lampenfolien ( lässt sich sehr schwer ausschneiden, ist am robusteten und abwaschbar )

Ich erkläre in einzelnen Schritten wie ich diese Blumenschablone erstellt habe.

  1. Das Motiv war schnell gefunden. ( Seite 21/ Nr. 26 im Vorlagenatlas )
  2. Da diese Schablone einen Spiegel umrahmen soll, war eine passende Grösse erforderlich. Das vergrössern des Motiv habe ich in einem Kopierladen machen lassen. Grösse des Motivs : ca 50cm / Kosten 9€ Das gewünschte Motiv wurde gleich auf stärkeren, glänzenden Papier gedruckt. Ideal als Schablone.
  3. Vor dem ausschneiden sollte man sich überlegen, was man als Schablone sehen möchte. Eine Markierung hilft später den Überblick zu bewahren.  In meinen Beispiel ist es vorgekommen, das durch das ausschneiden bestimmter Abschnitte die Stabilität der Schablone nicht mehr gegeben war.
  4. Ich habe die Stellen mit kleinen ” Brücken ” verstärkt. Dazu habe ich dünne Streifen von dem Trägermaterial über die Stelle geklebt.
  5. Es kommt öfters vor das einige Abschnitte zu schmal zum ausschneiden sind. Da hilft der Griff zum Stift. Man zeichnet den Abschnitt einfach passend.
  6. An Schnittstellen, wo sich Abschnitte überkreuzen, muss man Kompromisse eingehen. Hierfür lässt man einfach etwas stehen.
  7. Ich möchte noch einmal sagen das sich nicht alle Motive für eine Schablone eignen!
  8. Ist man mit dem auschneiden fertig, ist das Übertragen an der Reihe.
  9. Ich empfehle für kleine und feine Motive einen Stupfpinsel ( gibt es im Baumarkt/ Bastelladen ).
  10. Für grössere Motive mit viel Fläche empfehle ich den Einsatz eines ( Tupf ) Schwammes ( gibt es im Baumarkt/ Bastelladen ) .
  11. Die gewünschte Farbe sollte nicht zu dünn sein.  Hier besteht die Gefahr, das Sie hinter die Schablone läuft ( unsauberer Rand )
  12. Als ” Unterlage ” für die Farbe hat sich ein flacher Deckel ( vom Eimer Farbe ) als tauglich erwiesen.   Andere flache ” Unterlagen ” erfüllen auch den Zweck.
  13. Jetzt tupft man zuerst in die Farbe , danach tupft man den Stupfpinsel/ Tupfschwamm solang auf eine freie Stelle bis dieser fast “trocken” ist. Wenn man unsicher ist sollte man es auf einem Stück Papier probieren.
  14. Danach tupft man die Schablone gleichmässig aus. Entweder deckend oder etwas freier. Einfarbig oder mehrfarbig – ganz nach dem eigenen Geschmack.
  15. Mit etwas Geschick und Geduld kann man wahre ” Hingucker “  selbst erstellen!

Bilder: